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Wer war Heinrich von Herzogenberg?Heinrich von Herzogenberg, am 10. Juni 1843 in Graz geboren, studiert in Wien zunächst Jura, Staatswissenschaften und Philosophie, wird dann aber (1862-1864) am Wiener Konservatorium Kompositionsschüler von F. O. Dessoff. Über diesen lernt er Johannes Brahms kennen, mit welchem ihn eine lebenslange Freundschaft verbindet. 1868 heiratet er die begabte Pianistin und Brahms-Schülerin Elisabeth von Stockhausen und übersiedelt nach Graz. 1872 zieht er nach Leipzig und gründet u.a. mit dem Bach-Biographen Philipp Spitta den Bachverein, dessen Leitung er 1875 übernimmt. Durch Spittas Fürsprache wird er 1885 als Nachfolger Friedrich Kiels zum Professor für Komposition an die Berliner Musikhochschule berufen. Er wird Mitglied des Senats der Akademie der Künste und dort auch Vorsteher einer Meisterklasse für Komposition. Daneben leitet er eine Musikalische Gesellschaft. Eine schwere Arthritis zwingt ihn 1887, seine Tätigkeit für mehrere Jahre zu unterbrechen.1892 erliegt seine Frau, erst 44jährig, einem Herzleiden. Herzogenberg kehrt nach Berlin zurück und nimmt die Arbeit an der Musikhochschule wieder auf. Eine Verschlimmerung des alten Leidens zwingt ihn Anfang 1900, von allen Ämtern zurückzutreten. Am 9. Oktober 1900 stirbt Heinrich von Herzogenberg in Wiesbaden. Er hinterlässt ein umfangreiches Werk von über 100 Opus-Nummern. In der Jugend von Schumann und Wagner beeinflusst, ändert er seinen kompositorischen Stil unter dem Einfluss von Brahms und dem Studium von Bach. Nach dem Tod seiner Frau verlagert er seinen musikalischen Schwerpunkt, angeregt und unterstützt von dem Straßburger Theologieprofessor Friedrich Spitta, zur evangelischen Kirchenmusik, er selbst bleibt Katholik. Mit Ausnahme der Oper hat er in allen musikalischen Gattungen gültige Werke hinterlassen. Literaturhinweis: Dr. Bernd Wiechert: Heinrich v. Herzogenberg – Studien zu Leben und Werk Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997 Liebe Musikfreunde,vor 100 Jahren, am 9.10.1900, verstarb in Wiesbaden, wo er wegen seines schweren Gichtleidens hingezogen war, im Alter von nur 57 Jahren einer der bedeutendsten Komponisten seiner Zeit, Heinrich von Herzogenberg. Eng mit seinem Vorbild, dem 10 Jahre älteren Johannes Brahms, mit dessen Freundeskreis und vielen musikalischen Größen des ausgehenden 19. Jahrhunderts verbunden, hinterließ Herzogenberg ein umfangreiches Werk, das aber unter kaum erklärbaren Umständen schnell in Vergessenheit geriet.In den letzten Jahren hat sich die Musikwissenschaft verstärkt mit Heinrich von Herzogenberg befasst und auf die Notwendigkeit der Wiederentdeckung seines Werkes hingewiesen. So haben wir uns in privater Initiative entschlossen, zum 100. Todesjahr des Komponisten die Herzogenberg- Musiktage Saarpfalz zu veranstalten, indem wir die musikalischen Kräfte der Region dafür gewinnen konnten, Kompositionen von Herzogenberg zu erarbeiten, um sie dann in 7 Konzerten einem möglichst breiten Publikum vorzustellen. Wir danken allen Ausführenden für die spontane Bereitschaft, unsere Idee in die Tat umzusetzen. Unser Dank gilt auch Herrn Prof. Thomas Krämer, dem Rektor der Hochschule des Saarlandes für Musik und Theater, für die ideelle Unterstützung durch die Übernahme der Schirmherrschaft. Christoph Jakobi Helmut Haag Musikalische Koordination Wir danken unseren Sponsoren:
Info-Kontakt: H. Haag Tel. 0++49
(0)6894/34819 Herzogenberg-Musiktage Saarpfalz26. November – 17. Dezember 2000
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